Eine Spechtschmiede ist eine natürlich oder künstlich adaptierte Stelle in z. B. Bäumen, in denen Nahrungsobjekte wie Nüsse oder Zapfen eingeklemmt werden, um diese mit dem Schnabel zu bearbeiten.
Der Buntspecht klemmt Nüsse, Eicheln oder Zapfen in Baumspalten, Astlöcher oder Borkenspalten ein, die er selbst herstellt. Hat der Buntspecht einen neuen fressbaren Zapfen gefunden, so fliegt er seine „Schmiede“ an und hält dort den neuen Zapfen im Brust-Rumpfbereich eingeklemmt, während er den alten Zapfen zunächst entfernen muss. Danach wird der neue Zapfen in den als „Amboss“ dienenden Spalt geschoben und anschließend schrittweise aufgehackt, um die Samen mit der Zunge aufzunehmen. Bild 15 zeigt einen, von einem Specht, entrindeten Baumstamm. © Mag. Angelika Ficenc




Von einem Buntspecht unregelmäßig aufgehackte Walnüsse, März 2020 © Mag. Angelika Ficenc






Die Bilder 11 a und 11 b zeigen einen frisch angehackten Baum. Rechts sieht man die unterschiedlichen Fasern des Stammes. Mai 2023 © Mag. Angelika Ficenc


Bild 14 zeigt eine Spechtschmiede in einem Astloch einer Pappel. Hier wurde ein Zapfen eingeklemmt und bearbeitet, darunter befindet sich ein bearbeitete Eichel. © Mag. Angelika Ficenc 2024

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